Writing Prompts – Inspiration fürs Schreiben

von | Juni 2, 2026 | Allgemein

In den letzten Jahren habe ich immer wieder mal Writing Prompts als Inspiration zum Schreiben geteilt. Und damit sie nicht einfach im Wust der Beiträge untergehen, will ich hier mal ein paar davon sammeln. Lass dich also gern inspirieren und schon mal viel Spaß beim Rumexperimentieren!

Was wäre, wenn …

Denk dir „Was wäre, wenn …“-Sätze aus. Was wäre, wenn wir fliegen könnten? Was wäre, wenn Außerirdische auf die Erde kommen? Was wäre, wenn …? Lasst eurer Kreativität freien Lauf und schreibt alles auf, was euch in den Sinn kommt. Über mögliche Antworten könnt macht euch später Gedanken. Daraus können interessante Ideen entstehen, aber wenn man vorher zu viel darüber nachdenkt, hemmt das den kreativen Fluss. Auf diese Sätze könnt ihr immer wieder zurückblicken, wenn ihr Inspiration braucht, und sie als Anstoß für ein Brainstormings nutzen.

Beliebige Wörter

Manchmal reicht ein einziges Wort, um eine Idee zu entzünden. Wie sieht das dann erst bei drei beliebigen Wörtern aus? Die Schreibaufgabe lautet daher: Such dir drei beliebige Wörter und entwickele darauf basierend eine Idee oder schreib einen kurzen Text dazu. Dafür könnt ihr ein Buch aufschlagen und auf beliebige Wörter tippen, einen Wortgenerator im Internet nutzen oder eine andere Person bitten, euch drei Begriffe zu nennen. Die Wörter müssen nicht zusammenhängen. Im Gegenteil, je unterschiedlicher sie sind, desto spannender ist es, sie zu kombinieren und desto kreativere Ideen können daraus erwachsen.

Tagebucheintrag aus Sicht einer Figur

Möchtest du deine Figuren besser kennenlernen? Dann schreib doch mal einen Tagebucheintrag aus der Sicht eines beliebigen Charakters – das kann eine Figur aus deinem aktuellen Projekt oder auch aus einem anderen Buch sein. Diese Übung dient vor allem dem Perspektivwechsel.

Du musst dir dafür nicht zwingend einen spektakulären Tag aussuchen, sondern der Eintrag kann sich um den ganz normalen Alltag drehen. Wie sieht ein typischer Tag der Figur aus? Was hält sie für berichtenswert? Welche Gedanken gehen ihr durch den Kopf? Worüber schreibt sie und wie schreibt sie es? Fasst sie sich kurz oder schreibt sie einen kurzen Roman? Ist es sachlich gehalten oder emotional? Ein wenig poetisch? Sind es nur Stichworte?

Es geht darum, sich tiefer in die Figur hineinzuversetzen, ihre Gedanken nachzuvollziehen und ein Gespür für ihre Stimme zu bekommen. Das kann dabei helfen, individuelle Figuren zu schaffen und diese Individualität später auch beim Schreiben zu transportieren.

Natürlich würde der Tagebucheintrag so nie Teil des späteren Buches werden. Doch je mehr wir über die Figuren wissen, desto lebendiger und greifbarer werden sie und desto besser wird dann auch die Geschichte.

Buchtitel als Inspiration

Buchtitel machen nicht nur neugierig aufs Lesen, sondern können auch eine Inspiration fürs Schreiben sein. Mein heutiger Schreibimpuls lautet daher: Geh in eine Buchhandlung und such dir Buchtitel aus, die dich ansprechen oder inspirieren. Alternativ kannst du auch im Internet danach suchen oder dir von anderen Leuten welche vorgeben lassen. Dann überlegst du dir dazu eine eigene Geschichte, ohne vorher den Klappentext zu lesen.

Am besten solltest du daher Bücher nehmen, die du noch nicht kennst. Denn sonst ist es eher schwierig, sich vom Original zu lösen. Wenn du magst, kannst du hinterher den Klappentext lesen und vergleichen, wie sehr sich deine Idee vom Original unterscheidet. Denn zu ein und demselben Titel lassen sich sicherlich ganz viele Ideen entwickeln.

Sprichwörter wörtlich nehmen

Das bringt dich noch in Teufels Küche. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Viele Köche verderben den Brei.

Wir alle kennen und hören Sprichwörter in unserem Alltag. Die einen mehr, die anderen weniger. Aber wir wissen auch, dass wir viele davon nicht wortwörtlich nehmen dürfen, dass sie oft in einem übertragenen Sinn gemeint sind. Nicht so bei der heutigen Schreibaufgabe.

Sucht euch ein Sprichwort aus und nehmt es ganz wörtlich. Dann denkt ihr euch dazu eine Geschichte aus oder schreibt einen kurzen Text. Vielleicht mögt ihr es auch als Anregung für eine Szene oder einen Plot Twist in eurem aktuellen Roman nehmen. Oder ihr sammelt Sprichwörter und zieht euch immer dann eins, wenn ihr gerade nicht weiterwisst und Inspiration braucht.

Bildergeschichten

Verfasse eine Bildergeschichte. Bestimmt kennst du noch die Fotostorys aus den Jugendmagazinen von früher, in denen eine Geschichte mit Bildern und Text in Sprechblasen erzählt wurde. Das ist nicht ganz das, was ich meine. Such dir stattdessen eine Reihe an Bildern zu unterschiedlichen Themen zusammen, die nichts miteinander zu tun haben müssen. Bring sie in eine beliebige Reihenfolge und erfinde eine passende Geschichte dazu. Das macht Spaß und kann die kreativen Schreibmuskeln trainieren.

Lektorin Lisa Bogen vor einem Bücherregal mit Romanen

Hallo!

Ich bin Lisa, arbeite als freie Lektorin und möchte dir mit diesem Blog Tipps rund ums Schreiben vermitteln. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Kinderbüchern und Jugendbüchern.

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